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Die 10WS2a beim Jugendmedientag im Bayerischen Rundfunk

Verfasst am: 08.01.2018

Im vergangenen Schuljahr wurden die Schülerinnen und Schüler unserer Ganztagesklasse für einen Tag zu Reportern, Moderatoren, Kameraleuten und Technikern. 

Am 27. Juni 2017 veranstaltete der Bayerische Rundfunk seinen jährlichen Jugendmedientag, an dem rund 1000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern teilnahmen. Das Besondere an dieser Veranstaltung war, dass nicht einfach nur ein Blick hinter die Kulissen von Fernsehen und Radio möglich wurde, sondern dass die Teilnehmer sich in unterschiedlichen Workshops selbst einmal in einem neuen Umfeld versuchen konnten.

Uns wurde gezeigt, wie Geräusche in einem Film nachsynchronisiert werden, falls diese in der Originalaufnahme zu leise oder durch unerwünschte Nebengeräusche unbrauchbar sind. Überraschend dabei war zu sehen, dass sich ein Geräuschemacher dabei unterschiedlicher Hilfsmittel bedient, um den erwünschten Effekt zu erzielen. Er nutzt dabei alltägliche Gegenstände um zum Beispiel das Gehen im Schnee oder auf unterschiedlichen Böden nachzuahmen. Auf ein Einspielen der Effekte durch digitale Dateien wird dabei verzichtet, da diese auf Dauer zu monoton klingen würden. Der Beruf des Geräuschemachers ist somit im wahrsten Sinne des Wortes ein kreatives Handwerk, das jahrelanger Erfahrung bedarf.

Als nächstes lernten wir das aus dem Fernsehen bekannte Nachrichten-Studio der „Rundschau“ kennen. Dabei erstaunten vor allem die Größe des Studios und die zahlreichen Scheinwerfer an der Decke, die je nach Bedarf zugeschaltet werden können. Als Höhepunkt durften zwei Schüler selbst einmal in die Rolle der Nachrichtensprecher schlüpfen und eine Ausgabe der Rundschau moderieren. Weitere Schüler bedienten den Teleprompter, auf dem die Moderatoren die Texte lesen konnten, standen hinter der Kamera und sorgten im Regieraum dafür, dass die richtigen Einspielfilme gezeigt wurden.

Ein letzter Workshop befasste sich mit der Sportberichterstattung des Bayerischen Rundfunks. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Verantwortlichen der Sportredaktion bekamen wir einige allgemeine Informationen zur Arbeit beim Bayerischen Rundfunk. Aber dann sollten wir den Alltag der Sportredaktion am eigenen Leib erfahren: Wir mussten unter reellen Bedingungen zu einer Ausgabe der Sendung „Blickpunkt Sport“ unsere eigene Moderation schreiben. Anschließend wurden wir nach einander in das vollautomatische Aufnahmestudio geschickt, in dem wir unsere Moderation in die Kamera sprechen durften. Die anderen Schülerinnen und Schüler beobachteten das Geschehen aus der Regie und kümmerten sich dort um die richtigen Einspieler. Nachdem jeder (natürlich auch die begleitenden Lehrer) sein Moderationstalent unter Beweis gestellt hatte, wurden die Ergebnisse nochmals gesichtet und die „Nachwuchs-Moderatoren“ erhielten ein Feedback zu ihrer Moderationsleistung.

Der Ausflug zum Bayerischen Rundfunk war für alle Beteiligten ein interessanter Tag, der einen Blick hinter die Kulissen des Fernsehens und der Sportredaktion ermöglichte. Und wer weiß, vielleicht findet sich in Zukunft der ein oder andere Teilnehmer dort in einer Position vor oder hinter der Kamera wieder.

 

Jugendmedientag

 

Max Neumayr